Salzstangensalon
Liebe Freundinnen und Freunde des gesprochenen wie gedruckten Worts!
Der Salzstangensalon öffnet wieder mal seine gähnenden Pforten, und zwar am nächsten Mittwoch, also am 8. Februar, um 20:00 - wie üblich im Hinterzimmer der Schankwirtschaft "Ausstellungspark/Bei Peter" in der Schwanthaler/Ecke Parkstraße im Westend.
Cramer wird lesen, und zwar aus den Aufzeichnungen seiner 98jährigen Großmutter, einer gebürtigen Ostpreußin, die ihr Leben lang journalistisch und belletristisch tätig war und der Familie einen Schatz an Jugenderinnerungen aus Deutschlands wildem Ex-Osten hinterlassen hat. Daraus wird der Enkel - Black-Ink-Autor, Band-Sänger, Latein-Fuchs und Jung-Vater - eine Kostprobe servieren. Leider hat Helmut Glatz - im Hinblick auf seinen Sohn Thomas mag auch von Vater Glatz die Rede sein - seine auf Egerländisch verfassten Balladen um die legendären Abenteuer einer nicht minder legendären Tante nicht finden können, die ihm vor Jahren in die Feder geflossen sind. Es wird also nicht allzu vertriebenenselig - so viel sei versprochen.
Die Noch-nur-Polin Anna Serafin geht jeden Samstagvormittag einer seltsamen Leidenschaft nach und gewährt uns an diesem Abend darin Einblick. Anna ist Übersetzerin aus dem Russischen und Polnischen, Autorin (auf Polnisch und Deutsch) und überdies Verfasserin eines unideologischen, leider noch ungedruckten veganen Kochbuchs.
Nach einer Pause geht es dann mit Ernst Froh weiter, der sein literarisches Tun und Treiben als Wortsport begreift und sich als Wortsportler bezeichnet - und als "unverschlechterlichen Optimisten", der seit 2004 mit Lyrik und Slamtexten unterwegs ist und sich "meist an der Gegenwart erfreut und dies oft niederschreibt, weil es oft nichts Merkwürdigeres als Momente im Leben gibt". Dieses "Lob des Augenblicks" ließe sich, hat er uns geschrieben, vielleicht auch unter das Motto "Lauter Höhepunkte" stellen - aber nicht schweinigeln, gell, Ernst!
Den Abschluss macht mal wieder Florian Schenkel - sei es als Adlatus des greisen Prof. Peter Blut und Propagator seiner Opera maiores sive minores auf 400-Euro-Basis, sei es als Autor in eigener Sache.
Wir dürfen gespannt sein und freuen uns auf die AutorInnen und ihre Texte und natürlich auf viele (gern auch rauchende) Literatur-Fans.
Thomas Glatz
Andreas Heckmann
Anna Serafin