Salzstangensalon

 

Liebe Freundinnen und Freunde der literarisch-musikalisch-filmischen sowie lyrisch-prosaischen Salon(sub)kultur mit Salzgebäck,

 

der erste Salzstangensalon im Jahr 2016 findet am kommenden Mittwoch, dem 17. Februar, um 20:00 statt, und zwar einmal mehr in der "Kiste", einem sehr netten Laden - halb Bar, halb Club - in der Siegesstraße 17 in Altschwabing.

 

Unser Programm beginnt mit Heike Fröhlich und Ricarda Kiel, die im November bei "Liaison Spezial" im Keller der Kleinen Künste in anderen Zweierkonstellationen Lyrik gelesen haben, nun aber mal ein Dichterinnen-Team bilden. Ricarda Kiel ist Goldschmiedin, Web-Designerin und Lyrikerin. Sie wurde in Stuttgart geboren, wuchs dort und in den USA auf und lebt heute in München. Mit Heike Fröhlich experimentiert sie an der neuen Gattung der Outfit-Gedichte und schreibt auf www.ricardakiel.de Heike Fröhlich ist vor wenigen Jahren aus Jena nach München gezogen. Hier arbeitet sie bei einem Verlag, ist Lyrikerin und macht Hörstücke.

 

Das zweite Team des Abends bilden Anna Serafin und Gerhard Lassen. Beide hätten schon im September im "Temporären Archiv der Gegenwart" lesen sollen, das einige unter dem weniger ambitionierten Namen "Altgiesinger" kennen mögen, einem Kneipen-Kunst-Projekt, das von Juli bis September letzten Jahres viel Stimmung nach Obergiesing brachte, bis die Stadt es schnöderweise temporär schließen ließ. Nach der Wiedereröffnung war dann manches anders, und so kam es nicht zum gemeinsamen Lesen. Dafür jetzt auf dem Salon. Anna Serafin - in Polen geboren und seit gut fünfzehn Jahren in München - liest aus ihrem autobiografisch angehauchten Romanprojekt über eine Kindheit und Jugend in einer polnischen Provinzstadt in den 80er Jahren, Gerhard Lassen liest seinen in Matthias Hofmanns "Friktionen" erstveröffentlichten Text "Kicker", der in einer Zeit angesiedelt ist, als die Musik noch aus der Musikbox kam.

 

Das dritte Team des Abends sind Verena Marisa und Konrad Sziedat, die als parasights auftreten und uns diese spannende Selbstdarstellung geschickt haben: "Wenn parasights die Leinwand infizieren, rauscht und knistert es gewaltig. Dafür muss schon mal der Wäscheständer oder die Klobürste als Instrument herhalten. Zwischen Musik und Geräusch kann dabei alles entstehen – Hauptsache, es leuchtet. Videokunst und Visuals vertont das Duo live, die Instrumente hierfür sind vielfältig: Theremin kämpft mit Luftballon, Violine liebkost Geschirrtrockner, Loopstation verärgert Spieluhr. Auch Gegenstände aus den Filmen werden mit Freuden zum Instrument entfremdet, on- und off-screen verschmelzen so zu einer viralen Symbiose. Jede Performance ist einzigartig, ein audiovisuelles Spektakel, das Assoziationen weckt und Raum für Fantasie schafft" - das ist vollmundig formuliert, aber nicht zu viel versprochen.

Kommet zuhauf und bringt Freunde mit. Der Eintritt ist frei. Für die Künstler - vor allem für die musikalischen Künstler, die mit viel Equipment kommen - geht ein Hut herum.

Bis Mittwoch
Anna Serafin, Thomas Glatz und Andreas Heckmann

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